Wer den Namen Bamberg hört, der denkt unweigerlich an Weltkulturerbe, Dom, Klein-Venedig – und selbstverständlich an die sage und schreibe 9 Brauereien in der Stadt. Wer sich allerdings mehr für das Leben abseits der Touristenpfade interessiert, der sollte am Kanal entlang Richtung Südstadt wandern und im Stadtteil Wunderburg einen kleinen Stopp einlegen. Hier finden sich z. B. die beiden Brauereien Mahr und Keesmann mit ihren gemütlichen Brauereigaststätten: Gerade an lauen Sommerabenden kann man hier die Bamberger nach Arbeitsende an großen Bierfässer-Tischen stehen sehen, in der Hand ein „Krügla“ mit süffigem Gerstensaft …
Aber ich schweife ab, denn mein Geheimtipp handelt gar nicht vom Bamberger Bier, sondern vom besten Bäcker Bambergs.
Eben hier in der Wunderburg, genauer gesagt am Ulanenplatz, eingerahmt von zwei alten Eckhäusern (teils in liebevoller Arbeit hergerichtet) befindet sich nämlich die Bäckerei Ohland. Dort gibt es leckere Laugen-„Hörnla“ und vor allem den unvergleichlichen Sauerteigfladen: Das dunkelkrustige Brot sieht aus und schmeckt wie ein normales Bauernbrot, ist aber viel flacher und knuspriger. Am besten schon am frühen Morgen vorbeischauen, obige Empfehlungen sind meistens schnell weg … Allerdings haben die freundlichen Verkäuferinnen immer ein leckeres Kuchen- oder Gebäck-Ass im Ärmel, das man sich schmecken lassen kann.
Gut zu wissen: Von Montag bis Freitag ist zwischen 12 und 14 Uhr geschlossen (Mittagspause), am Samstag ist bereits um 12 Uhr Feierabend.

bruno








