In Pegnitz gibt’s eine Tradition, die selbst in (Rest-)Franken noch relativ unbekannt ist – zu unrecht. Denn der Flinderer gilt dem Pegnitzer als die einzig wahre fünfte Jahreszeit – trotz, oder besser weil – es absolut nichts mit dem närrischen Treiben am Rhein zu tun hat. Vielmehr ist dieses Phänomen auf eine Übereinkunft aus dem Jahre 1728 zurückzuführen: Damals mussten sich die Gaststätten in den Sommermonaten eine einzige Schenkberechtigung teilen, weswegen jede Woche ein anderer Wirt mit Speis und Trank locken konnte.
Daran hat sich bis heute nichts geändert, außer, dass um den Akt des Flinderns ein regelrechter Kult entstanden ist: Die Pegnitzer Brauereien brauen extra ein spezielles und supersüffiges Flinderer-Bier ein, das dann vom Besucher zusammen mit einer deftigen Brotzeit verzehrt wird. Selbstverständlich nicht allein, schließlich wird immer nur in einer Gaststätte geflindert – und die ist dann stets gut besucht.
Für ca. drei Monate (von Mitte April bis Ende Juni) hat also immer ein anderer Wirt in wöchentlichem Wechsel den Flinderer bei sich – und eine Menge freundlicher Oberfranken, die es sich einfach gut gehen lassen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.
Weitere Infos und die Flinderer-Gasthäuser findet man unter www.flinderer.info









[...] und eigentlich streng geheimen Tipps rund um unsere Region. Wer z. B. wissen möchte, was der Flinderer ist und was dann in Pegnitz los ist, der findet dort Antwort. Der Reisfeführer Oberfranken [...]