Es sind schon immer die Menschen, die den Charme eines Landstrichs ausmachen: Und gerade in Oberfranken findet man sie noch, die Originale mit Ehrlichkeit und Eigenheiten. Wie z. B. Annemarie Leutzsch, die sogenannte „Rettl aus dem Hummelgau“.
Die rüstige alte Dame sammelt schon seit vielen Jahren alles was in früheren Tagen gut, geschätzt und gefragt war: Holzkreisel, Maggi-Flaschen, Strumpfbandhalter, Schnupftabak, Malzbonbons … In der 1885 eröffneten Gemischtwarenhandlung des Großvaters entstand in akribischer Arbeit eine einzigartige Privatsammlung, die nicht nur eine Vielzahl an Kuriostäten des Einzelhandels zu bieten hat, sondern einen authentischen Blick darauf erlaubt, was die alten Franken des Hummelgaus so alles benutzen und bewahrten. Dem Laden verlieh Annemarie deswegen den liebevollen Namen „Hummelstube“.
Dieses Jahr bekam Annemaries Sammlung sogar ein eigenes Museum, in dem auch traditionelle Trachten sowie alte Gebrauchsgegenstände, Gemälde und Möbelstücke zu bestaunen sind. Zudem locken im Hof neben dem duftenden Kräutergarten einige echte antike Schlepper sowie anderes landwirtchaftliches Gerät.
Übrigens: Die „Rettl“ führt kleine Gruppen gerne durchs Museum und bringt mit ihren Erzählungen längst vergessene Zeiten zurück – allerdings nur nach Voranmeldung, dann aber auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr , montags geschlossen.
Mehr Infos unter: www.vg-mistelbach.de
Auf „Fremdenverkehr“ klicken, dann „Sehenswertes“ und schließlich „Museum Hummelstube“!
Museum Hummelstube
Bayreuther Straße 42
95503 Hummeltal
Telefon: (09201) 9186235
E-Mail: info@hummelstube.de
[Danke für den Tipp an Tilmann!]









Also den Kräutergarten würd ich mir gerne anschauen – klingt sehr interessant.