Den Bamberger Domschatz mochte Kunstminister Hans Zehetmair nie hergeben. So liegen die oberfränkische Identität stiftenden Preziosen also immer noch in Münchner Schatzkammern. Aber immerhin ließ der oberbayerische Kunstminister “mit dem Auftrag, die Kunst zu fördern, das kulturelle Leben in und um Bamberg zu bereichern sowie die Beziehungen des Freistaates Bayern zu anderen Ländern zu vertiefen”, 1997/98 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg einrichten.
Seither bietet es jährlich bis zu zwölf Künstlerinnen und Künstlern der Bildenden Kunst, Literatur und Musik aus Deutschland und je einem anderen Land die Möglichkeit, im Rahmen eines Aufenthalts- und Lebenshaltungsstipendiums ohne Verpflichtungen an eigenen Projekten zu arbeiten und diese auf Wunsch dem Publikum in Veranstaltungen vorzustellen. Die aus Privatisierungserlösen finanzierten Stipendien dienen nicht der Nachwuchsförderung, sondern verschaffen bereits etablierten Künstlerinnen und Künstlern Zeit und Raum, um Projekte zu konzipieren, zu realisieren oder fertig zu stellen. Wenn die Organisation klappt und das Geld vorhanden ist, finden im Künstlerhaus Ausstellungen, Lesungen und Konzerte mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten statt. Im Rahmen der Jours fixes am Dienstag können alle Künstlerinnen und Künstler sich und ihre Arbeit mit Vorträgen oder Projektpräsentationen vorstellen. Außerdem knüpft und pflegt das Künstlerhaus Kontakte zu anderen Veranstaltern und künstlerischen Kooperationspartnern sowie zu Institutionen in anderen Bezirken Bayerns, um die Künstlerinnen und Künstler einem möglichst großen Publikum präsentieren zu können.
[Danke an doc!]









Gut zu wissen: Wie ich gerade auf http://www.villa-concordia.de gelesen habe, war die Literatur Nobelpreisträgerin Herta Müller auch mal zu Gast in der benannten Villa Concordia. Damit kann man in der nächsten Grundsatz Dsikussion punkten.