Hallo liebe Oberfranken-Freunde, wenn es ein Kleinod in der oberfränkischen Gastronomie gibt, dann ist es ganz bestimmt das Gasthaus Zur Alten Eisenbahn in Wadenfeld bei Hollfeld.
Warum das so ist? Weil es dort sehr familiär zugeht. Und weil man bereits nach dem fünften Besuch schon Stammgast ist (also, beinahe). Dann darf man auch mal durch die Wirtstür aufs Klo, was eine Abkürzung um ca. 3 Meter bedeutet, nach dem Genuss des süffigen Ottobiers aber mitunter Leben retten kann …
Außerdem pflegt man hier noch die fränkischen Traditionen: Wenn z. B. das Bierkrügla leer ist, legt man es einfach um und der Wirt weiß, dass er nachfüllen darf (ohne dass der sprechfaule Franke was sagen oder noch schlimmer darum bitten muss). Preise? Ein Schnitt (ca. 0,4 Liter, wenn man sich gut benommen hat), kostet sagenhafte 1,10 Euro, am Donnerstag gibt’s a Subba-Haxn* mit Kloß und Kraut für unglaubliche 4,90 Euro (selbstverständlich frisch zubereitet).
Auch der Biergarten ist sehr zu empfehlen. Kinder sind drinnen wie draußen selbstverständlich willkommen, vierbeinige Freunde ebenfalls … und sogar Nichtfranken (Breissn**) werden fränkisch-herzlich begrüßt. Besonders urig wird’s beim Karteln mit den Einheimischen: dann wird gegrantelt***, was das Zeug hält, auch mal lautstark.
[Danke für den Text an Petra!]
Siehe auch: Zur Alten Eisenbahn
Kleines Frankenglossar:
*a Subba-Haxn = eine ordentliche Schweinshaxe
** Breissn = Preußen, also Menschen von außerhalb Frankens, ähem, Bayerns
*** Granteln = desöfteren von Fremden als bärbeisiges Brummeln benannt








